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Meteorologische Station Lüdenscheid (444m)
Die Wurzeln der Meteorologie in Lüdenscheid reichen bis ins 19. Jahrhundert zurück. Bereits 1850 gab es die erste Veröffentlichung des Apothekers Dr. von der Marck, welcher in dieser seine seit 1846 aufgezeichneten Wetterbeobachtungen präsentierte. Diese Messungen setzte er bis ins Jahr 1876 fort. Der Vorgänger der Meteorologischen Station Lüdenscheid war eine private Wetterwarte, betrieben von Julius Aßmann, gegründet 1880. Er betrieb die Messungen bis 1914. Die Geräte, die Aßmann hinterließ, kamen 1920 der Gründung der Staberger Schulstation zugute. Initiator war der ehemalige Schüler Carl Keil, welcher 1917 sein Abitur am Staberg erworben hatte. Unterstützt wurde diese neue Station mit 1000 Goldmark, gespendet von der Stadt Lüdenscheid und dem Kreis Altena sowie 60 Goldmark von den Sauerländischen Gebirgsvereinen Hagen und Herscheid. Nicht zu vergessen ist an dieser Stelle natürlich auch das Zeppelin-Gymnasium, welches nicht nur Aßmanns Geräte an Keil gab, sondern auch noch einen Raum zur Verfügung stellte. Carl Keil, welcher in der Zwischenzeit im Fach Physik promoviert hatte, wechselte 1922 zum Meteorologischen Observatorium Lindenberg bei Berlin und gab die Leitung der Station an Dr. Bernhard Specht weiter. Unter dessen Leitung wurde die Station 1930 Teil des Stationsnetzes des Preußisch-Meteorologischen Instituts, 1934 wurde sie in den Reichswetterdienst eingegliedert, ab 1946 gehörte sie zum Nordwestdeutschen Amt für Wetterdienst Hamburg bis sie 1952 unter die Direktion des Deutschen Wetterdienstes gestellt wurde, welcher die Daten der Station bis Ende 1995 verwertete. 1958 verstarb Dr. Specht, welcher auch nach seiner Pensionierung die Station weiterführte, und Friedrich Wilhelm Giedinghagen übernahm die Leitung. Unter dieser neuen Führung wurden die Aufgaben der Station mehr und mehr erweitert. Schlussendlich und bis heute werden und wurden die folgenden Wetterdaten gemessen und aufgezeichnet: Zum 31.12.1995 wurde die Meteorologische Station Lüdenscheid durch die neue hauptamtliche Wetterstation in Oberhunscheid ersetzt, welche nun den Großteil der Daten für den Deutschen Wetterdienst liefert. Zusammen mit diesem Ereignis schied auch Friedrich Wilhelm Giedinghagen als Leiter der Station aus, arbeitete jedoch immer noch gerne an der Auswertung der verschiedenen gesammelten Daten mit. Die Daten der Lüdenscheider Station werden aufgrund der Kontinuität der Messreihen und der günstigen Lage immer noch gerne verwertet. Das Fortbestehen der Station wurde mithilfe der Stadt Lüdenscheid und des Zeppelin-Gymnasiums ermöglicht. Eine große Hilfe war auch Hugo Klink, welcher seit 1996 Leiter der Station war. Dieses Amt gab er 2001 an Dirk Jacobs ab, welcher seit 2003 der Station in Zusammenarbeit mit Stefanie Breitkopf vorsteht. Seit mehr als 80 Jahren werden die Daten von engagierten Schülern gemessen und aufgezeichnet. Diese stehen an 365 Tagen im Jahr jeweils um 7:30 Uhr und 14:30 Uhr bereit, um ihrer Beobachtertätigkeit nachzugehen. Seit 1920 haben so mehr als 160 Schülerinnen und Schüler des Zeppelin- und des Geschwister Scholl Gymnasiums an der Arbeit der Station teilgenommen. Dies sind unsere Mitarbeiter Unsere aktuellen Auswertungen: |
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