Leitbild
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Die gymnasiale Oberstufe
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Unser Leitbild
beschlossen von der Schulkonferenz am 09. November 2006
Das Zeppelin-Gymnasium versteht als seinen Auftrag, das Lernen und die
Entwicklung seiner Schülerinnen und Schüler durch Unterricht, Erziehung
und Schulleben zu fördern. Hierbei muss der ganze Mensch im
Spannungsfeld von Zugehörigkeit zur Schule und seinen eigenen
Interessen und mit seiner Verantwortung gegenüber sich selbst und der
Gemeinschaft gesehen werden. In diesem Zusammenhang sollen folgende
Bildungs- und Erziehungsziele verwirklicht und ihre Realisierung
überprüft werden:
- Wir bereiten unsere Schülerinnen und Schüler auf die sich immer
rascher verändernde Welt vor und fördern sie auf vielfältige Weise in
ihren Fähigkeiten, Neigungen und Begabungen entsprechend dem
Bildungsauftrag des Gymnasiums.
- Orientiert an Werten wie Mitmenschlichkeit und Toleranz
anderen gegenüber, erziehen wir die Schülerinnen und Schüler zu
Selbstbestimmung in sozialer Verantwortung.
- Durch ein positives Lernklima und einen methodisch und
inhaltlich anspruchsvollen Unterricht entwickeln wir Lernfreude,
Leistungsfähigkeit und Selbstbewusstsein.
Diese Bildungs- und Erziehungsziele und ein soziales Miteinander sind
am ehesten in einer überschaubaren Schule zu realisieren, da dort der
persönliche Kontakt zwischen allen am Schulleben Beteiligten -
Lehrerinnen und Lehrern und Schülerinnen und Schülern sowie Eltern - am
besten gewährleistet ist.
Unsere Zielsetzungen, die wir auch in Hartmut von Hentigs pädagogischem
Grundsatz "Die Menschen stärken, die Sachen klären" wiederfinden,
basieren auf folgenden Voraussetzungen und überlegungen:
-
Schule kann sich als Institution der Gesellschaft nur innerhalb der
vorgegebenen Rahmenbedingungen bewegen. Wie erfolgreich sie ihre
Aufgabe bewältigt, hängt also nicht nur von ihr allein ab. Wir leisten
unseren Beitrag, insbesondere mit den Eltern, bestmöglich dazu. Dazu
muss sich Schule öffnen und aktiver Teil des Gemeinwesens sein.
- Die Schule ist die entscheidende gesellschaftliche
Institution, in der Menschen aus unterschiedlichen sozialen und
kulturellen Verhältnissen miteinander umzugehen lernen. Das sehen wir
für uns als Chance und Verpflichtung.
- Schule ist nicht nur die Einrichtung, in der die erwachsene
Generation der nachwachsenden lediglich die tradierten Bildungsgüter
weitergibt, mit denen man ein Leben lang meinte bestehen zu können.
Dessen sind wir uns bewusst und vermitteln darüber hinaus eine
Orientierung innerhalb der sich ständig wandelnden und neu
hinzukommenden Anforderungen, auch im Hinblick auf die eigene
Berufsfindung.
- Die Schülerinnen und Schüler werden in ihrem Alltag mit einer
Menge von unstrukturierten, diffusen Informationen überhäuft. Deshalb
befähigen wir sie, mit dieser Informationsvielfalt kompetent, kritisch
und produktiv umzugehen und die vorhandenen Informationen zu einem
vernetzten Wissen zu verknüpfen.
- Soziale Erziehung wird immer mehr zur Aufgabe der Schule. Da
Schule aber nicht alleine gesellschaftliche Probleme lösen kann, ist
das Mitwirken der Eltern bei dieser Aufgabe unverzichtbar.
- Es ist wichtig in der Schule Bedingungen zu schaffen,
innerhalb derer die Jugend-lichen erfahren, dass für eine humane,
zivilisierte Gesellschaft auch noch andere Werte unabdingbar sind als
ausschließlich die auf ökonomische Verwertbarkeit ausgerichteten. Das
wird für sie nur erfahrbar sein, wenn die Schule selbst eine Einheit
wird, in der sich Eigenverantwortung und Verantwortung für andere
entwickeln kann. Daher fördern wir Mitbestimmung und übernahme von
Verantwortung durch Schülerinnen und Schüler im Rahmen unseres
schulischen Konzepts.
Was soll Schule heute lehren?
Diese Frage stellt sich uns ständig neu, kann also nie umfassend oder gar endgültig beantwortet werden.
Neben vor allem auf Qualität bedachten und fundierten fachlichen Kompetenzen halten wir die Entwicklung der im Folgenden beschriebenen Kompetenzbereiche für wichtig:
- Ethisch-religiöser Bereich:
Alternativen gegen Mutlosigkeit und Existenzangst, Aufzeigen von
Hoffnungsbildern und Orientierungsmöglichkeiten, Sensibilisierung des
Gewissens.
- Historische und gesellschaftliche (politische und soziale) Kompetenz:
Entwicklung und Stärkung persönlicher und sozialer Identität,
demokratische Sensibilität im Umgang mit Recht und Unrecht, Gleichheit
und Ungleichheit, Rechten und Pflichten. Entwicklung eines historischen
Urteilsvermögens, um Vergangenheit zu deuten, aber auch Gegenwart zu
bewältigen und Zukunft zu gestalten.
- Naturwissenschaftlich/(informations-)technisches Verständnis und ökologisches Bewusstsein
Kenntnisse und Urteilsfähigkeit gegenüber der von
naturwissenschaftlichen Phänomenen und ihren (informations-)technischen
Anwendungen geprägten modernen Welt. Verantwortungsvoller Umgang mit
der Natur und deren Ressourcen, im Sinne einer nachhaltigen
Entwicklung.
- Sprach- und Kommunikationskompetenz:
Verantwortungsbewusster Umgang mit der deutschen Sprache und
angemessenes Kommunikationsverhalten. Erlernen von Fremdsprachen zur
internationalen Verständigung, zur Einsicht in die Besonderheiten
anderer Sprach- und Lebensgemeinschaften und zur Fähigkeit des
interkulturellen Austausches.
- ästhetische und kulturelle Kompetenz:
Kenntnisse, Urteilsvermögen und Gestaltungsfähigkeit im Bereich
kultureller und künstlerischer Ausdrucksformen wie der Literatur
verschiedener Sprachen, der darstellenden und bildenden Kunst sowie der
Musik.
- Medienkompetenz und Kreativität:
Kritischer Umgang mit Medien und den Neuen Technologien, ihren
Werkzeugen und Produkten, ihren Sachzwängen und Wirkungen. Entwicklung
und Entfaltung eigener gestalterischer Kräfte in allen Fächern.
- Körper- und Bewegungskompetenz:
Verantwortlicher Umgang mit dem eigenen Körper und der Gesundheit.
Erwerb jener Einstellungen, die für eine langfristige und aktive
Teilnahme am Bewegungsleben und am Sport unserer Gesellschaft
erforderlich sind. ("Mit dem Körper, nicht gegen ihn leben" Zitat
Hentig)
- Methodenkompetenz und Lernfähigkeit:
Kenntnisse über Lernprozesse zur Verbesserung der eigenen
Lernsituation. Einsichten über Methoden und Erkenntnisgewinnung.
Wahrnehmen, Erkennen, Rekonstruieren und Gestalten von Zusammenhängen
und Zuständigkeitsbereichen ("Vernetztes Denken und Wissen").
Bei all ihren Bemühungen sollen die Lehrerinnen und Lehrer der
Entwicklung der Schülerinnen und Schüler vertrauensvoll und
unterstützend und dennoch fordernd entgegenkommen. ("Fördern und
fordern")
Das Zeppelin-Gymnasium bietet als Schule von überschaubarer
Größe sehr gute Voraussetzungen, um die in diesem Leitbild formulierten
Zielsetzungen in die pädagogische Praxis umzusetzen. |
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